SKALARE
Eine Bericht von Anett Grundmann.
http://www.am-grundmann.de
Zucht- und Ablaichverhalten
Mein ganzer Stolz: - eines von drei Goldskalarpaaren mit Gelege. Auf dem rechten Foto sieht man das Männchen beim Befruchten der Eier.

Meine Skalare geraten gleich nach jedem Wasserwechsel in Laichstimmung, obwohl unser Wasser eher hart als weich ist. Zuerst putzen sie ihre Lieblingspflanze
( Echinodorus horemanni) 1 Tag lang ab und erklären den " lieben Nachbarn" unmißverständlich, wo sich ihre Reviergrenzen befinden. Bald darauf legt das Weibchen, als gebürtiger Substratoffenbrüter, - viele kleine, durchsichtige, stecknadelkopfgroße Eierchen (auf dem senkrechten Blatt der Horemann-Schwertpflanze) ab. Zwischendurch befruchtet das Männchen mit Hingabe die Eier und verjagt Eindringlinge. In den nächsten 3-4 Tagen befächeln, putzen und bewachen beide Elterntiere ihr Gelege und
entfernen evtl. verpilzte Eier. Danach schlüpfen die Larven und das Skalarpaar klebt diese am Blatt fest. Wenn allerdings das Wasser zu hart ist kleben sie nicht am Blatt fest, sondern fallen in ihr Verderben auf den Bodengrund - direkt in den Rachen meiner gefräßigen Welse.
Wenn dies geschah, bekamen meine Skalare fast einen Nervenzusammenbruch, als sie versuchten die herunterfallenden Larven mit dem Mund einzusammeln und wieder festzukleben. Mit dem Ergebnis, daß diese wieder herunter fielen um zu sterben.
Oft stimmten jedoch die Wasserwerte und die kleinen konnten sich weiter entwickeln. Sie ernährten sich die nächste Woche von ihrem Dottersack und allmählich versuchten sie frei zu schwimmen. Zwei weitere Tage konnten meine Skalare ihre Kinderstube gegen freßlustige Räuber verteidigen, doch danach wurden sie leider jedesmal gefressen.
Eigentlich hatten die Kleinen nie eine Chance bei mir, weil ich kein reines Aufzuchtsbecken benutze und sich genügend Raubfische herumtummeln dürfen.
Aber irgendwann werde ich mein schönstes Skalarpaar in ein Extrabecken setzen und Artemianaulippen ansetzen und diese ab dem Freischwimmen der Fischlein verfüttern.
Ich habe davon gelesen, daß balzende oder revierverteidigende Männchen laute, knarrende Töne mit dem Kiefer von sich geben, leider konnte ich das bei meinen "Machos" nicht feststellen.
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